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Wasserhärte in Halle (Saale) – Informationen zur Wasserqualität

Halle (Saale) liegt im südlichen Sachsen-Anhalt und war vor 150 Jahren die erste deutsche Stadt, die alle privaten Haushalte an das zentrale Trinkwassernetz anschloss. Damals war dies rund 43 Kilometer lang. Wir zeigen, woher das Leitungswasser in Halle heute kommt und ob Verbraucher dies bedenkenlos trinken können. Dafür werfen wir einen Blick auf die Wasserhärte und erklären, welche Vorteile weiches Wasser für Verbraucher im Alltag hat.

Wie finde ich heraus, welche Wasserhärte ich habe?

Je nach Region weisen Städte in Deutschland eine andere Wasserhärte auf. Wie hart das Wasser in ihrer Gemeinde ist, können Verbraucher beim zuständigen Wasserversorger erfragen. Alternativ können sie auch selbst ermitteln, wie hart oder weich ihr Leitungswasser ist. Das können sie über einen Indikatorstreifen vornehmen. Dieser ist in der Apotheke erhältlich und lässt sie in wenigen Minuten die Wasserhärte ihrer Stadt bestimmen.

Wie hart ist das Wasser in Halle (Saale)?

Das Leitungswasser in Halle an der Saale weist einen Härtegrad von 4,2 Grad Deutscher Härte (°dH) auf. Der Wert entspricht einer Wasserhärte von 0,749 Millimol Calciumcarbonat pro Liter. Bevor das Wasser jedoch zum Verbraucher nach Hause kommt, wird es aufgehärtet. Dafür gibt die Stadt dem Wasser Kohlensäure bei. Auf diese Weise erreicht das Leitungswasser eine Wasserhärte von 5 °dH. Das entspricht 0,89 Millimol Calciumcarbonat pro Liter. Damit ist das Trinkwasser in Halle weich. Erst ab 8,4 °dH fällt Wasser unter den Härtegrad „mittel“.

Woher kommt das Leitungswasser in Halle?

Die Trinkwasserversorgung in Halle stammt aus der im Naturpark Ostharz in Sachsen-Anhalt gelegenen Rappbode-Talsperre. Diese verfügt über ein Fassungsvermögen von 109.000.000 Kubikmetern, von denen täglich 125.000 Kubikmeter entnommen werden. Die Talsperre gewinnt das Trinkwasser ausschließlich im Harz und leitet dies über eine Fernleitung nach Halle.

Bevor das Wasser beim Verbraucher aus der Leitung kommt, werden diesem Aluminiumsulfate hinzugegeben. So bleiben weniger unerwünschte Kleinstbestandteile im Wasser zurück. Danach durchläuft das Wasser eine rund zwei Meter dicke Sandschicht. Das nun aufbereitete Wasser hat bis hierher bereits 150 Kilometer hinter sich und sammelt sich nun im Hochbehälter Hammelburg. Dieser umfasst ein Volumen von 40.000 Kubikmetern. Von dort wird das Trinkwasser in die knapp 800 Kilometer langen Rohrleitungen von Halle geleitet und versorgt Verbraucher zuhause.

Kann man das Leitungswasser in Halle (Saale) trinken?

Die Trinkwasserverordnung sorgt dafür, dass Leitungswasser überall in Deutschland eine hohe Qualität aufweist. In Halle analysieren dafür die Wasserversorger verschiedene Parameter des Wassers, um die Anforderungen der Verordnung einzuhalten. Dabei überprüfen diese unter anderem, ob die Werte von giftigen Schwermetallen wie Blei und mikrobakteriellen Belastungen innerhalb der Vorgaben der Trinkwasserverordnung liegen. Grundsätzlich ist das Leitungswasser in Halle daher bedenkenlos trinkbar.

Die tatsächliche Qualität des Leitungswassers hängt jedoch von den jeweiligen Leitungen im Haus der Verbraucher ab. Denn: Diese können beispielsweise veraltete Rohre und somit Blei enthalten. Das Wasser aus dem Hahn kann daher schlussendlich nicht so gesund sein, wie es die Trinkwasserverordnung vorgibt.

Was sind die Vorteile von weichem Wasser?

Halle verfügt über ein weiches Leitungswasser. Dies hat für Verbraucher im Alltag zahlreiche Vorteile:

1. Weiches Wasser schmeckt besser

Je mehr Kalk im Wasser ist, desto härter ist dies. Hartes Wasser weist einen starken Eigengeschmack auf. Verbraucher nehmen diesen nicht nur wahr, wenn sie das Wasser pur trinken. Der Eigengeschmack fällt auch auf, wenn sie mit dem Wasser Kaffee oder Tee zubereiten. Die optimale Wasserhärte ist hier entscheidend. Weiches Wasser weist keinen Eigengeschmack auf. Mit Wasser aufbereitete Getränke schmecken daher so, wie sie schmecken sollen.

2. Entkalktes Wasser ist hautschonend

Haut und Haare vertragen weiches Wasser besser als hartes Wasser. Letzteres macht Haare oftmals glanzlos und die Haut trocken.

3. Weiches Wasser schont die Umwelt

Weiches Wasser kann Seife und Reinigungsmittel besser aufnehmen. Verbraucher müssen mit weichem Wasser daher deutlich weniger Duschgel, Waschmittel und Putzmittel verwenden. Gleichzeitig müssen sie im Haushalt weniger putzen. Denn: Weiches Wasser verursacht weniger Kalkablagerungen auf Armaturen in Bad und Küche sowie in Haushaltsgeräten wie Waschmaschine und Spülmaschine. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Wie bekomme ich weiches Wasser in meinem Haushalt? Verbraucher, denen das Wasser in Halle noch zu hart ist, können dies zusätzlich enthärten. EcoWater bietet dafür verschiedene Lösungen an. Entkalkungsanlagen entziehen dem Leitungswasser einen Teil der Mineralien und ersetzen diese durch Natriumionen. Das Resultat: Verbraucher erhalten weiches Wasser direkt aus ihrer Leitung.

Für eine unverbindliche, telefonische Beratung können sich Verbraucher an den für ihre Region zuständigen Wasserprofi wenden.

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